Veranstaltungen und Kurse
Die Bibliotheken des Landesbibliothekszentrums bietet neben Veranstaltungen, wie z. B. Ausstellungen und Vorträge, auch regelmäßig Kurse für alle Interessierten an.
Die Kurse werden zum Großteil in Kooperation mit den VHS Koblenz, Speyer, Rhein-Pfalz-Kreis und Zweibrücken, den Interkulturellen Diensten des Diakonischen Werks Koblenz sowie mit weiteren Partnern durchgeführt.
© Shutterstock

Veranstaltungen der Rheinischen Landesbibliothek Koblenz
Ab 12. März 2026, 19 Uhr: Ausstellung "Alles im Angebot – Eine Wanderausstellung über Desinformation, digitale Gewalt und unseren Alltag im Netz"
Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion von HateAid und neuland & gestalten.
Das Internet ist der größte virtuelle Supermarkt der Welt: Er hat (fast) alles im Angebot, doch nichts ist umsonst. Denn hinter jedem Angebot stehen Interessen: wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche.
Die Wanderausstellung „Alles im Angebot“ blickt hinter die virtuellen Regale und fragt: Wer steuert hier eigentlich wen?
Digitale Räume verbinden uns, erleichtern Alltag und Kommunikation. Gleichzeitig macht uns dieses „Alles immer und überall“ verletzlich.
Die Schattenseiten reichen von Desinformation über Polarisierung bis zu digitaler Gewalt. Die Ausstellung „Alles im Angebot“ widmet sich diesen Widersprüchen: der Faszination des Digitalen ebenso wie seinen Risiken für Individuen und die demokratische Öffentlichkeit.
Mehr zur Ausstellung unter: https://alles-im-angebot.de
Gruppen ab 5 Personen können einen Termin im Buchungskalender unter https://t1p.de/AllesimAngebot reservieren, an dem sie die Ausstellung besuchen (samstags nur vormittags). Einzelbesucher können ohne Voranmeldung kommen.
Rahmenprogramm:
Zum Termin:
Titel: „Alles im Angebot – Eine Wanderausstellung über Desinformation, digitale Gewalt und unseren Alltag im Netz“
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
Laufzeit der Ausstellung: 12. März bis 30. Mai 2026
© Mehr Demokratie/Jonas Baumgart (CC BY-SA 2.0)

© LBZ / Merkler

Sprechen und Zuhören
„Sprechen & Zuhören“ ist ein von Mehr Demokratie e. V. entwickeltes und vielfach erprobtes Dialogformat, das eine demokratische Gesprächs- und Diskussionskultur fördert. In Dreier- oder Vierergruppen sprechen Menschen nach einfachen Regeln darüber, wie es ihnen in Bezug auf ein bestimmtes gesellschaftliches Thema geht.
Hier sind die wichtigsten Merkmale des Formats:
- Menschen sprechen in Kleingruppen à 4 Personen zu einer Frage
- Jede Person spricht gleich lang: 4 Minuten
- Es wird nacheinander gesprochen, reihum ohne Unterbrechungen und Zwischenfragen
- Dieselben 4 Personen sprechen je dreimal, d. h. es gibt 3 Gesprächsrunden
- In einer Abschlussrunde können die gewonnenen Eindrücke ausgetauscht werden
Ohne dass direkt Emotionen ausgesprochen werden müssen, werden dabei doch Empfindungen spürbar. Dadurch bekommen alle ein Gefühl dafür, „wo der oder die andere steht.“ Beim Zuhören entsteht Empathie und Respekt, insbesondere dann, wenn wir Ähnlichkeiten zu eigenen Erfahrungen erkennen. Nach mehreren Gesprächsrunden sind sich die Beteiligten bewusster geworden, wie sie in der Tiefe zu einem Thema stehen. Sie haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass eine demokratische Verständigung möglich ist. Das führt häufig zu mehr Gelassenheit, Entspannung und Zuversicht.
„Sprechen & Zuhören“ findet alle zwei Wochen Samstag nachmittags begleitend zur Ausstellung „Alles im Angebot – Eine Wanderausstellung über Desinformation, digitale Gewalt und unserem Alltag im Netz" zu verschiedenen in der Ausstellung thematisierten Fragen statt.
Die Moderation der Veranstaltungen übernimmt Benjamin Merkler.
Weitere Informationen zu Mehr Demokratie e. V. sowie zu „Sprechen und Zuhören“ unter: https://www.mehr-demokratie.de/mehr-wissen/demokratische-kultur/sprechen-zuhoeren
Termine
- Samstag, 14.03.2026: Thema „Desinformation im Netz“
- Samstag, 28.03.2026: Thema „Künstliche Intelligenz: Fluch oder Segen?“
- Samstag, 11.04.2026: Thema „Polarisierung der Gesellschaft“
- Samstag, 25.04.2026: Thema „Deine Daten im Netz“
- Samstag, 09.05.2026: Thema „Brauchen wir eine Altersgrenze für Social Media?“
- Samstag, 23.05.2026: Thema „Onlinediskussionen: Meinungsfreiheit oder Mobbing?“
Zur Terminserie:
Uhrzeit: jeweils 14-16 Uhr
Titel: „Alles im Angebot – Eine Wanderausstellung über Desinformation, digitale Gewalt und unseren Alltag im Netz“
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
© Alpha Storytelling by Kai Kapitän

Angebot für Studierende und Referendarinnen/Referendare
Das Studium und das Referendariat sind oft stressig und herausfordernd. Deshalb bietet das Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek Koblenz wieder eine besondere Möglichkeit zur Entspannung:
20-minütige Lernpausen in der Bibliothek mit einem ausgebildeten pädagogischen Begleithund!
Die Vorteile:
- Stressabbau: Nutzen Sie die Gelegenheit, um Ihre Gedanken zu ordnen und Stress abzubauen.
- Motivation: Eine kurze Pause mit einem Begleithund kann neue Energie und Motivation für die nächsten Lerneinheiten bringen.
- Wohlbefinden: Tiere haben eine beruhigende Wirkung und können das allgemeine Wohlbefinden steigern.
Wann und Wo?
Zeitraum: vom 15.10.2025 bis zum 30.04.2026 jeden Dienstag (12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr) und Donnerstag (13 und 15 Uhr)
Ort: Landesbibliothekszentrum Koblenz, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
Anmeldung: Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie erfolgt ganz einfach online.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um entspannt und effektiv zu lernen. Das Angebot ist kostenfrei. Unser Begleithund "Little Joe" freut sich auf Sie!
Für weitere Informationen sprechen Sie uns an: Kerstin Heinrich (Telefon: 0261 91500-472 oder per E-Mail: Kerstin.Heinrich(at)lbz.rlp.de)
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
© Shutterstock, bearbeitet: LBZ

Sie stecken mitten in der Prüfungsvorbereitung, kämpfen mit dem Zeitmanagement oder haben einfach das Gefühl, den Überblick zu verlieren? Keine Sorge - wir sind für Sie da!
Ab sofort bieten wir in der Rheinischen Landesbibliothek individuelle Lernberatung an, die sich speziell an Studierende und Oberstufenschülerinnen und -schüler richtet. Wir helfen Ihnen, Ihre Lernstrategien zu verbessern, sich besser zu organisieren und zu motivieren.
Ihre Vorteile:
- Flexible Termine: vom 14.10.2025 bis zum 30.04.2026 jeden Dienstag (12, 14 und 16 Uhr) und Donnerstag (13 und 15 Uhr)
- Individuelle Beratung: Wir gehen auf Ihre persönlichen Herausforderungen ein – sei es Zeitmanagement, Lerntechniken oder Prüfungsangst.
- Auf Wunsch bieten besondere Unterstützung durch einen pädagogischen Begleithund, der zusätzlich für eine entspannte Atmosphäre sorgt.
So funktioniert es:
Buchen Sie einfach Ihren Beratungstermin online und bringen Sie Ihre Anliegen mit. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!
Nutzen Sie die Chance, Ihre Prüfungen mit einem klaren Kopf und einem effektiven Lernplan zu meistern. Wir freuen uns auf Sie!
Das Angebot ist kostenfrei.
Für weitere Informationen sprechen Sie uns an: Kerstin Heinrich (Telefon: 0261 91500-472 oder per E-Mail: Kerstin.Heinrich(at)lbz.rlp.de )
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
© Roman Samborsky / Shutterstock

21. Mai 2026, 17 Uhr: "Prüfungsangst - effektive Prüfungsvorbereitung - inhaltlich top und mental fit" Vortrag von Dr. Timo Nolle
Wenn Schwierigkeiten beim Lernen oder in Prüfungen auftreten, versuchen Betroffene meist, das Problem durch „mehr Lernen und mehr Druck" zu lösen. Das allein jedoch führt langfristig nicht zum Erfolg. Neben der fachlichen Vorbereitung ist es entscheidend, Techniken zu erlernen, mit denen sich negative Gedanken und Nervosität regulieren lassen, um einen Blackout zu vermeiden. Eine dritte, ganz entscheidende Säule in der Prüfungsvorbereitung ist zudem die Auseinandersetzung mit der eigenen Motivation und der persönlichen Entwicklung. Wie dies gelingen kann, erläutert Dr. Timo Nolle in seinen Vortrag „Prüfungsangst - effektive Prüfungsvorbereitung - inhaltlich top und mental fit".
Über den Referenten: Der Erziehungswissenschaftler und systemischer Therapeut (SG) Dr. Timo Nolle betreibt seit 2014 eine freie Praxis für Prüfungs- und Auftrittscoaching in Kassel. Im gleichen Jahr entwickelte er das Lern- und Prüfungscoaching als Beratungsangebot für Studierende der Universität Kassel. Die dabei erarbeiteten Konzepte sind bis heute der Grundstein seiner Arbeit. Heute leitet er die akkreditierte Fortbildung „PAC®: Prüfungs- und Auftrittscoaching", hält bundesweit Vorträge und Seminare an Universitäten, Schulen sowie in Unternehmen und Studienseminaren zu den Themen Leistungsangst, Prokrastination und artgerechtes Lernen für Prüfungen. Daneben publiziert er zu diesem Themenbereich in verschiedenen Fachzeitschriften und ist Autor von Fachbüchern.
Zum Termin:
Datum: 21.05.2026, 17 Uhr
Titel: „Prüfungsangst - effektive Prüfungsvorbereitung - inhaltlich top und mental fit“
Referent: Dr. Timo Nolle
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
30. Mai 2026, 10.30-12 Uhr: Workshop Kreatives Schreiben im Rahmen von "Koblenz liest ein Buch"
Weitere Informationen folgen.
© Solarisys / Shutterstock

18. Juni 2026, 18 Uhr: „Neurodiversität: Wie normal ist anders?“ Vortrag von Dr. med Frank Matthias Rudolph
Was bedeutet Neurodiversität – und was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich Dr. Frank Matthias Rudolph in seinem Vortrag. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema ADHS: Welche Herausforderungen bringt ADHS im Alltag mit sich? Welche Strategien helfen, besser damit umzugehen? Und wie verändern sich Perspektiven und Schwierigkeiten im Erwachsenenalter, wenn Beruf, Studium, Familie und soziale Beziehungen neue Anforderungen stellen? Ein besonderer Fokus liegt zudem auf ADHS bei Frauen. Der Vortrag beleuchtet diese Aspekte differenziert und praxisnah. Gemeinsam werden Symptome, Diagnostik- und Behandlungsperspektiven sowie Fragen der Alltagsbewältigung in Beruf und Studium betrachtet. Ziel des Abends ist es, Vorurteile abzubauen, Verständnis zu fördern und konkrete Hilfestellungen für Betroffene, Angehörige und Lehrende zu geben.
Über den Referenten: Dr. med. Frank Matthias Rudolph ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und war 20 Jahre lang Ärztlicher Direktor einer großen psychosomatischen Rehaklinik. Im Jahr 2005 baute er an dieser Klinik die erste Station für psychosomatische Rehabilitation bei Menschen mit ADHS im Erwachsenenalter in Deutschland auf. Im Januar 2024 wechselte er in seine eigene Praxis für ärztliche Verhaltenstherapie in Boppard. Er ist Mitglied im „Expertenrat ADHS“ Deutschland und engagiert sich für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit ADHS sowie für mehr Verständnis für neurodiverse Menschen. Die Redaktion des Magazins „Focus Gesundheit“ hat ihn 2025 und 2026 auf die Liste der „Besten Ärzte Deutschlands“ gesetzt, unter anderem in der Indikation „ADHS“
Zum Termin:
Datum: 18.06.2026, 18 Uhr
Titel: „Neurodiversität: Wie normal ist anders?“
Referent: Dr. med Frank Matthias Rudolph
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
© LBZ

"Meet'n'Speak", Sprachtreff
Termine: 13. Januar bis 23. Juni 2026: jeden Dienstag, jeweils 16-17.30 Uhr (geänderte Uhrzeiten!)
Nicht am: 17.02., 07.04., 28.04., 05.05. und 26.05.2026
Ort: LBZ / Rheinische Landesbibliothek Koblenz, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz
Anmeldung: Bitte um vorherige Anmeldung per Telefon 0261 91561-29 oder E-Mail dw-ikd(at)kirchenkreis-koblenz.de.
Kursbeschreibung: Für das bewährte Kooperationsprojekt der Interkulturellen Dienste des Diakonischen Werks Koblenz und des LBZ / Rheinische Landesbibliothek stehen nun die Termine bis Ende Dezember fest. Zielgruppe sind interessierte deutschsprechende und deutschlernende Personen, die sich über einen Austausch freuen. Besonders für Menschen, die gelernte Deutschkenntnisse in der Praxis anwenden möchten, ist diese Veranstaltung gut geeignet. Jeweils zwei Personen (eine deutschsprechende und deutschlernende Person) unterhalten sich miteinander. Im Laufe des Abends werden die Konversationspartnerinnen und -partner mehrmals getauscht, so dass viele interessante Gespräche auf Sie warten und nebenbei viel Deutsch geübt werden kann. Bei all dem wird auch der Spaß nicht zu kurz kommen!
Der Eintritt ist frei.
Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz in Kooperation mit den Interkulturellen Dienste des Diakonischen Werks Koblenz
Veranstaltungen der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer
© Verein SÜW Edenkoben, Foto: T. Kujat

15. April 2026, 18.15 Uhr: "Erinnerungsorte in Stein und Bronze. Der Deutsch-Französische Krieg und die Pfalz" Vortrag von Prof. Dr. Ekaterini Kepetzis
In den Jahrzehnten nach dem Sieg über Frankreich entstand in einer Phase politischer Euphorie in der Pfalz eine bemerkenswerte Zahl von Kriegs- und Gefallenendenkmälern, die teils durch bürgerliche Stiftungsinitiativen realisiert wurden. Lokal verwurzelt, zugleich aber in eine nationale Bildsprache eingebunden, fungieren diese Monumente – Obelisken, Standbilder, Ehrenmale und Gedenktafeln – als Erinnerungsorte, markieren neues nationales Selbstbewusstsein und kommunizieren politische Botschaften. Sie feiern Reichsgründung und militärische Stärke, formen kollektive Identität und prägen bis heute das historische Gedächtnis der Region. Der Vortrag untersucht an Beispielen, wie in Stein und Bronze Erinnerung konstruiert, Heroismus inszeniert und Geschichte politisch gedeutet wurde – und welche Rolle die Pfalz in diesem öffentlichen Erinnerungsraum zwischen regionaler Tradition und nationaler Symbolik einnimmt.
Ekaterini Kepetzis studierte an den Universitäten Bonn, Düsseldorf und Köln Kunstgeschichte, mittlere und neuere Geschichte sowie anglo-amerikanische Geschichte. Sie promovierte über Die Rezeption des Medea-Mythos’ in der Bildenden Kunst vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. Ihre Habilitationsschrift Historie und Genre – Probleme der Bildgattungen im 19. Jahrhundert legte sie 2003 vor. Sie nahm Lehraufträge in Bochum und Wuppertal sowie Vertretungen an verschiedenen Professuren der Kunsthochschule Kassel und im Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln wahr.
Seit 2019 ist sie Professorin für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung am Institut für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst der RPTU Landau. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen politische Ikonografie, Identitätsbildung, Grafik und Populärkultur.
Zum Vortrag:
Titel: "Erinnerungsorte in Stein und Bronze. Der Deutsch-Französische Krieg "
Referentin: Prof. Dr. Ekaterini Kepetzis
Termin: Mittwoch, 15. April 2026, 18.15 Uhr
Adresse: LBZ / Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Str. 9, 67346 Speyer
Eintritt frei
© SujetLommel Repro

14. Januar bis 15. April 2026: Ausstellung "Making of Pfalz"
Wie wurde die Pfalz zu dem, was sie heute ist?
Antworten sucht die Ausstellung „Making of Pfalz“. Sie verfolgt, wie sich im 19. Jahrhundert aus einem bayerischen Regierungsbezirk eine Region mit starkem kulturellem Selbstverständnis entwickelte. In historischen Unikaten, Druckwerken und Fotografien lässt sich nachvollziehen, wie „typisch pfälzische“ Eigenschaften sprachlich und visuell hervorgebracht wurden und bis heute fortwirken.
Die begleitenden Vorträge nähern sich medienhistorischen Aspekten des Pfalz-Bildes und seiner Verbreitung ebenso wie der Geschichte volkskundlicher Erforschung der Region und den Fragen der Erinnerungskultur in Bezug auf den Deutsch-Französischen Krieg.
Regierungsbezirk – Sehnsuchtsort – Touristenmagnet: Mit diesen drei Stichworten lässt sich die 210-jährige Karriere der Pfalz knapp umreißen. Die Ausstellung spürt dieser Entwicklung in Text und Bild nach und fragt, wie ein zunächst traditionsloser bayerischer Regierungsbezirk eine ebenso integrative wie identitätsstiftende Wirkung entfalten konnte, die sich bis in die Gegenwart fortsetzt.
Was uns heute als Kanon pfälzischer Motive begegnet, überrascht in zweifacher Hinsicht: Texte und Bilder erschufen eine Region, die es als klar umrissenes politisch-territoriales Gebilde vor 1816 nicht gegeben hat. Zugleich bezieht sich dieses moderne Pfalz-Narrativ immer wieder auf das Mittelalter oder vielmehr die Vorstellung, die man sich von diesem macht.
Die Ausstellung lädt dazu ein, die Prozesse dieses „Making of“ im langen 19. Jahrhundert genauer zu verfolgen: Wie gelang die Etablierung „typisch“ pfälzischer landschaftlicher und kultureller Merkmale? Welche Bilder und Texte haben diese vertrauten Vorstellungen geprägt und popularisiert?
Um die Mechanismen dieser erfolgreichen Identitätsbildung aufzuzeigen, präsentiert die Schau rund fünfzig Exponate. Sie beleuchtet Schlüsselthemen wie Landschaftsmalerei und Reisebericht, die kulturanthropologische Erforschung von Land und Leuten sowie Ruinenromantik und Burgenforschung. Auf medialer Ebene spannt die Ausstellung den Bogen von der Handskizze über die Druckgrafik bis zur Fotografie und führt so die Innovationen vor Augen, die die Popularisierung der Pfalz möglich machten.
Konzipiert und erarbeitet von Studierenden des Instituts für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst der RPTU in Landau, des Instituts für Germanistik des Karlsruher Instituts für Technologie sowie des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg unter der Leitung von Dr. Maria Männig und PD Dr. Bernd Carqué (beide RPTU) sowie Prof. Dr. Andreas Böhn (KIT).
Eröffnung: Mittwoch, 14. Januar 2026, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 14.01.-15.04.2026
Adresse: LBZ / Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Str. 9 67346 Speyer
Vortragsprogramm bis 15.04.2026:
Mittwoch, 21.01.2026 – 18.15 Uhr: Dr. Bernd Carqué (RPTU in Landau): Aggregatzustände des Bildwissens. Von den Skizzenbüchern der Maler zu den Bilderfabriken der Fotografen
Mittwoch, 28.01.2026, 18.15 Uhr: Dr. Maria Männig (RPTU in Landau): Pfalz total. Von Versuchen, die Region panoramatisch zu fassen
Mittwoch, 04.02.2026, 18.15 Uhr: Dr. Ludger Tekampe (Speyer): Volkskunden der Pfalz 1857–1867. Erwandert und erdacht
Mittwoch, 15.04.2026, 18.15 Uhr: Ekaterini Kepetzis (RPTU in Landau): Erinnerungsorte in Stein und Bronze. Der Deutsch-Französische Krieg und die Pfalz
Eintritt frei

LBZ / Pfälzische Landesbibliothek Speyer
in Kooperation mit den Volkshochschulen Speyer und Rhein-Pfalz-Kreis
Termin: Donnerstag, 16. April 2026, 17 bis 18 Uhr
Ort: LBZ / Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Str. 9, 67346 Speyer
Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt. Eine Anmeldung beim LBZ unter der Telefonnummer 06232 9006-224 oder per E-Mail (Info.plb(at)lbz.rlp.de) ist erwünscht. Kostenfrei!
Kursbeschreibung: PressReader ist eine digitale Plattform, die Zugriff auf eine Sammlung von über 7.300 aktuellen internationalen Zeitungen und Zeitschriften aus 150 Ländern in über 60 Sprachen ermöglicht. Über die Lizenz des Landesbibliothekszentrums ist das Angebot auch von zu Hause aus kostenfrei abrufbar. In diesem Kurs zeigen wir Ihnen, wie Sie mit dem PressReader in neue Informationswelten eintauchen und das Angebot sinnvoll nutzen können – auch ganz bequem per App.
Kursleitung: Christoph Mayr
© Sikora, Regina

6. Mai bis 29. August 2026: Ausstellung "Georg von Neumayer zum 200. Geburtstag: Seine Werke und seine Netzwerke"
Georg von Neumayer zum 200. Geburtstag: Seine Werke und seine Netzwerke
Am 21. Juni 1826 wurde der Geophysiker und Meteorologe Georg Neumayer, später Georg von Neumayer, in Kirchheimbolanden geboren. Nach dem Besuch des Progymnasiums in Frankenthal wechselte er an das Speyerer Gymnasium. Im Anschluss studierte er von 1845 bis 1849 an der Polytechnischen Schule in München. 1857 errichtete Neumayer in Melbourne das Flagstaff-Observatorium, das für die geomagnetische Vermessung, aber auch für die Erforschung des Inneren von Australien eine große Rolle spielte.
Auf Neumayers Initiative ging die Gründung einer deutschen Forschungsstelle für Hydrographie zurück, aus der 1875 die Deutsche Seewarte (heute Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie) hervorging, die er ab dem Folgejahr leitete.
Neumayer plante und organisierte die ozeanographische Expedition des deutschen Forschungsschiffes Gazelle in den Jahren von 1874 bis 1876. Er war ebenfalls an den Vorbereitungen für die erste deutsche Antarktisexpedition beteiligt, die Erich von Drygalski in den Jahren 1901 bis 1903 leitete. Am 29. Mai 1909 starb Georg von Neumayer als weltweit anerkannter Forscher und Wissenschaftler in Neustadt an der Haardt. In der Antarktis ist die Forschungsstation Neumayer III nach ihm benannt.
Das Landesbibliothekszentrum in Speyer besitzt seit 1958 seine fachwissenschaftliche Büchersammlung mit einem Umfang von etwa 8.000 Bänden sowie eine große Sonderdrucksammlung. Hierbei handelt es sich um eine herausragende naturwissenschaftliche Fachbibliothek ihrer Zeit. Neben alten Drucken finden sich vor allem Bücher der Fachgebiete Meteorologie, Hydrographie, Nautik, Geologie sowie viele Expeditionsberichte.
Anlässlich der Wiederkehr des 200. Geburtstages von Georg von Neumayer werden einerseits die wichtigsten seiner Werke im Besitz der Pfälzischen Landesbibliothek vorgestellt. Andererseits werden die Bücher und Sonderdrucke aus seiner Sammlung mit handschriftlichen Widmungen an ihn in den Blick genommen. Sie sind eine herausragende Quelle für das umfangreiche deutsche und internationale naturwissenschaftliche Netzwerk Neumayers.
Zur Ausstellung:
Titel: Georg von Neumayer zum 200. Geburtstag: Seine Werke und seine Netzwerke
Einführung: Dr. Armin Schlechter
Laufzeit: 6. Mai bis 29. August 2026
Eröffnungstermin: Mittwoch, 6. Mai 2026, 19 Uhr
Adresse: LBZ / Pfälzische Landesbibliothek, Otto-Mayer-Str. 9, 67346 Speyer
Der Eintritt ist frei.
In Kooperation mit der Georg von Neumayer-Stiftung und der Pollichia, Verein für Naturforschung, Naturschutz und Umweltbildung
Eintritt frei
Veranstaltungen der Bibliotheca Bipontina Zweibrücken
Derzeit finden keine Veranstaltungen in der Bibliotheca Bipontina statt.
Über die weitere Planung informieren wir Sie an dieser Stelle.
Kontakt für kulturelle Veranstaltungen
LBZ / Rheinische Landesbibliothek
Benjamin Merkler
Telefon: 0261 91500-477
E-Mail: Benjamin.Merkler(at)lbz.rlp.de
LBZ / Pfälzische Landesbibliothek
Ute Bahrs
Telefon: 06232 9006-244
E-Mail: Ute.Bahrs(at)lbz.rlp.de
LBZ / Bibliotheca Bipontina
Dr. Rebecca Anna
Telefon: 06332 16403
E-Mail: bipontina(at)lbz.rlp.de
Virtuelle Ausstellungskataloge
Die digitale Präsentation von Exponaten erlaubt einen Blick auf die historischen und mitunter äußerst empfindlichen Objekte. Schauen Sie vorbei und durchblättern Sie die digitalisierten Werke, von denen in der Ausstellung selbst jeweils nur eine aufgeschlagene Seite gezeigt werden kann.
Hier finden Sie die Virtuellen Ausstellungskataloge.
Termine
Alle Veranstaltungstermine des Landesbibliothekszentrums auf einen Blick.
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