Frau schaut durch ein Bücherregal © Royalty-Free / Corbis

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Veranstaltungsübersicht Bibliotheca Bipontina Zweibrücken

3. Mai 2018: Ausstellungseröffnung "Schüler schaffen Bücher - Gutenbergs Spielplatz“

"Schüler schaffen Bücher“ – Ergebnisse eines Projekts der Kunst AG des Hofenfels-Gymnasiums unter Leitung von Iris Seyler.

Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, 3. Mai 2018, 19.30 Uhr.

Vom 3. Mai bis zum 20. August stellt die Kunst AG des Hofenfels Gymnasiums Zweibrücken, unter Leitung von Frau Iris Seyler, im LBZ / Bibliotheca Bipontina Künstlerbücher aus.
Die handgearbeiteten Unikate, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden, haben sechs Schülerinnen teilweise mit ausgefallenen Materialien und Techniken im Laufe eines Jahres in ihren wöchentlichen Treffen und einigen Sonderveranstaltungen an Wochenenden hergestellt.
Für die Objekte wurde eine große Bandbreite von Werkstoffen verarbeitet. So kam, neben industriell produzierten Pappen und Papiersorten, auch selbstgeschöpftes Papier zum Einsatz, das von der Gruppe im Zeitungsmuseum in Wadgassen im Rahmen eines Workshops hergestellt wurde.
Die verwendeten Präge- und Materialdrucke, Zeichnungen, Phototransfers, Radierungen und Collagen werden von Texten begleitet, welche die Kunst AG unter anderem im Erlebnis-Druckmuseum Zweibrücken im traditionellen Bleisatzverfahren anfertigte.
Vielfach weichen die entstandenen Buchobjekte von der Machart des herkömmlichen Buches ab, denn diese Kunstwerke wurden durch Kleben, Tackern und Schrauben zusammengefügt. So entstanden  unter anderem buchähnliche Objekte, die nicht im herkömmlichen Sinne geblättert werden können, sondern vom Ausstellungsbesuchenden in anderer Weise in Augenschein genommen werden müssen, um deren wahre Natur zu erfassen.

Ausstellungsort:
Landesbibliothekszentrum / Bibliotheca Bipontina
Bleicherstr. 3                          
66482 Zweibrücken

Ausstellungsdauer:
3.05.2018 - 20.08.2018

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 – 13 Uhr
Montag, Mittwoch, Freitag 14 – 17 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos.

Veranstaltungsübersicht Pfälzische Landesbibliothek Speyer

25. April 2018: Ausstellungseröffnung „Darüber lacht die Republik - Friedrich Ebert und 'seine' Reichskanzler in der Karikatur“

Eine Wanderausstellung der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg.
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung gezeigt.

Laufzeit der Ausstellung: 25. April - 8. September 2018

Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, 25. April 2018, 19 Uhr

Einführung: Dr. Michael Braun, Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte.
Der Eintritt ist frei.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erlebte die Karikatur einen regelrechten Boom: Es gab knapp 80 humoristisch-satirische Zeitschriften, die Karikaturen veröffentlichten. Dabei standen Reichspräsident Friedrich Ebert und die jeweils amtierenden Reichskanzler als die herausragenden Repräsentanten der jungen Weimarer Republik im Fokus der satirischen Kritik.

In der Ausstellung „Darüber lacht die Republik – Friedrich Ebert und ‚seine‘ Reichskanzler in der Karikatur“ wird eine Auswahl von rund 70 Zeichnungen präsentiert, die Ebert und jene Kanzler ins Visier nehmen, die er zu seinen Lebzeiten ernannt hat. Dies waren die SPD-Politiker Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller, von der Zentrumspartei Constantin Fehrenbach, Joseph Wirth und Wilhelm Marx, der DVP-Vorsitzende Gustav Stresemann sowie die parteilosen Wilhelm Cuno und Hans Luther. Zwei dieser Kanzler, Hermann Müller und Wilhelm Marx, gelangten nach dem Tod Eberts im Februar 1925 erneut ins Amt. Karikaturen aus diesen zweiten Amtszeiten finden ebenfalls Eingang in die Ausstellung, da die Kanzler im ursprünglichen Sinn zu Eberts Reichskanzlern zu zählen sind.

Die Auswahl der Karikaturen erfolgte zum einen nach optischen und künstlerischen Gesichtspunkten; zum anderen sollten die Karikaturen auch heute noch ohne komplizierte Erläuterungen verständlich sein. Auch wenn die Zeichnungen zum großen Teil auf das politische Tagesgeschehen Bezug nehmen und es widerspiegeln, so lassen sie sich zumeist auch ohne Hintergrundwissen intuitiv verstehen. Manche wirken noch heute erstaunlich aktuell. Dies spricht für die außergewöhnliche Qualität der Karikaturisten und ihrer Werke, die die Betrachter auch ohne Vorkenntnisse genießen können.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, die von den Karikaturisten besonders häufig aufgegriffen wurden. Dabei reicht die Spannweite von harmlos-lustigen Zeichnungen bis zu zutiefst verleumderischen Darstellungen. In drastischen Bildern belegen sie den Hass der politischen Gegner auf das sozialdemokratische Staatsoberhaupt und die demokratische Elite der Weimarer Republik. Sie greifen nicht nur Reichspräsident und Reichskanzler an, sondern auch das demokratische System, das diese verkörpern. Die ausgestellten Karikaturen spiegeln somit die gesellschaftlichen Gegensätze der Weimarer Republik wider. Sie werfen ein Schlaglicht auf die politische Kultur einer Epoche, in der Unsicherheit, Krisen und politische Feindschaft zur Tagesordnung gehören und das Klima prägen.

Zahlreiche Zeichnungen sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Fantasievolle Installationen ergänzen die Bildexponate und machen die Präsentation, die sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt, besonders anschaulich.  

Veranstaltungsübersicht Rheinische Landesbibliothek Koblenz

17. Mai 2018: Vortrag "Krieg über Gräbern. Die Friedhofsfrage im Kulturkampf im Raum Koblenz"

"Krieg über Gräbern. Die Friedhofsfrage im Kulturkampf im Raum Koblenz" 

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Schmid

Im Kulturkampf war neben den Mischehen, den Schulen, den Krankenhäusern sowie den Prozessionen und Wallfahrten die Friedhofsfrage ein zentrales Schlachtfeld. Während für die katholische Kirche ein Friedhof ein geheiligter Ort war, der durch das Begraben von Ketzerleichen entweiht wurde, war er für die Preußen eher ein Platz, an dem gesundheitspolizeiliche Vorschriften umgesetzt wurden. Da die Rechtslage (Allgemeines Landrecht, Code Civil) kompliziert und widersprüchlich war und sich einige Friedhöfe im Besitz der Kirchengemeinde, andere aber in dem der politischen Gemeinde befanden, haben wir in den Regierungsbezirken Trier und Koblenz eine Vielzahl von Konflikten, die in der Zeit zwischen 1900 und 1910 eskalieren (Simmerner Friedhofsstreit). 

Der Koblenzer Hauptfriedhof ist nicht nur eine großartige Sammlung von Dokumenten zur Stadtgeschichte, sondern auch ein Ort der Trauer und Einkehr. Das war vor 100 Jahren anders: Die Friedhofsfrage war im Kulturkampf ein zentrales Schlachtfeld in den Konflikten zwischen Katholiken und Protestanten. Für die einen war er ein heiliger Ort, ein geweihter Platz, an dem die Verstorbenen auf ihre Auferstehung warten. Die Protestanten bestanden dagegen auf einem Begräbnis in der Reihe, um zu demonstrieren, dass sie gleichberechtigte Mitbürger waren. Während der Koblenzer Hauptfriedhof eine kommunale Einrichtung war und sich Konflikte in Grenzen hielten, gab es in den überwiegend katholischen Dörfern des Regierungsbezirks zahlreiche Auseinandersetzungen. Sie weisen erstaunliche Parallelen zu aktuellen Diskussionen über den Umgang mit Zuwanderern mit einer anderen Konfession auf.

7. Juni 2018: Buchvorstellung „Hanns Maria Lux und die Nazis“

„Hanns Maria Lux und die Nazis“

Donnerstag, 7. Juni 2018, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Walter Karbach

2018 finden erstmals die Koblenzer Wochen der Demokratie unter der Schirmherrschaft der Kulturdezernentin statt. Mehr als 20 Initiativen und Akteure bieten vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm rund um die Frage „Wozu Demokratie?“ an.
Mit der Buchvorstellung zu Hanns Maria beteiligt sich das Landesbibliothekszentrum aktiv als Veranstalter an den Koblenzer Wochen der Demokratie.

Hanns Maria Lux (1900-1967) ist wegen seiner NS-Vergangenheit umstritten. Als "Dichter des Saarlieds" vom "Führer" geehrt, versteht er sich selbst lebenslang als geistiger Führer seiner Schüler und der deutschen Jugend. Er war als Mitglied des NS-Lehrerbundes und der NSDAP sowie als Landesweiter des Gaues Moselland tief in das NS-System verstrickt. Obwohl Träger zweier NS-Literaturpreise, wurden ihm in den 1960er Jahren eine Ehrenbürgerschaft und das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dem Buch von Dr. Walter Karbach wird erstmals seine Lebensgeschichte im historischen Kontext dargestellt und sein politisches und literarisches Schaffen einer kritischen Analyse unterzogen. 

bis 15. September 2018: Ausstellung „Das Beispiel nützt allein. Raiffeisen, seine Genossenschaften und ihre Ausstrahlung in die Welt“

Ausstellungseröffnung „ Das Beispiel nützt allein. Raiffeisen, seine Genossenschaften und ihre Ausstrahlung in die Welt“ 

Eröffnung: Donnerstag 22. März 2018, 19 Uhr 
Laufzeit der Ausstellung: 22. März bis 15. September 2018

Schwerpunkte der bebilderten Ausstellung sind Friedrich Wilhelm Raiffeisens Werdegang, sein Wirken in Weyerbusch, Flammersfeld, Heddesdorf und die Umsetzung seiner Genossenschaftsidee. Daneben stehen die Entwicklung der Genossenschaften nach seinem Tod und deren Verbreitung in aller Welt im Fokus. Erweitert wird diese Wanderausstellung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. um Exponate aus dem eigenen Bestand des Landesbibliothekszentrums und Leihgaben anderer Institutionen. So wird z. B. ein Brief mit eigenhändiger Unterschrift von Friedrich Wilhelm Raiffeisen aus dem Jahr 1880 an einen Pfarrer, der in seiner Gemeinde einen „Darlehenskassen-Verein“ gegründet hatte, im Original zu sehen sein, ebenso seine Schrift „Die Darlehenskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Noth der ländlichen Bevölkerung“ in der Erstausgabe von 1866.

Die Ausstellung wird am 22. März mit einer szenischen Lesung aus Briefen von Wilhelm Raiffeisen eröffnet, für die Sonja Hauertmann in die Rolle der Amalie Raiffeisen schlüpft, der Tochter Raiffeisens, die nach dem Tod der Mutter zur wesentlichen Stütze des stark sehbehinderten Vaters wurde.

Ausstellungsflyer zum Raiffeisen-Jahr

 

Kontakt kulturelle Veranstaltungen

LBZ / Bibliotheca Bipontina
Dr. Sigrid Hubert-Reichling
Telefon: 06332 16403
E-Mail: hubert-reichling(at)lbz-rlp.de 

LBZ / Pfälzische Landesbibliothek
Ute Bahrs
Telefon: 06232 9006-244
E-Mail: bahrs(at)lbz-rlp.de

LBZ / Rheinische Landesbibliothek
Dr. Barbara Koelges
Telefon: 0261 91500-474
E-Mail: koelges(at)lbz-rlp.de

Führungen und Schulungen

Die Bibliotheken des Landesbibliothekszentrums bieten auch individuelle Führungen und Schulungen für Schulklassen und andere Gruppen an. Interessiert? Weitere Informationen finden Sie unter Schulungen und Lernangebote.

Programm 1. Halbjahr 2018

Veranstaltungen (pdf-Datei) in der Pfälzischen Landesbibliothek

Veranstaltungen (pdf-Datei) in der Rheinischen Landesbibliothek

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