Frau schaut durch ein Bücherregal © Royalty-Free / Corbis

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Veranstaltungsübersicht Bibliotheca Bipontina Zweibrücken

22. Februar 2018: Ausstellungseröffnung „Thomas Nast – aktuell damals wie heute“

Ausstellungseröffnung "Thomas Nast – aktuell damals wie heute“, 19.30 Uhr.

Nach dem großen Erfolg, den die Präsentation zahlreicher Arbeiten des Vaters der modernen politischen Karikatur, Thomas Nast, am Speyerer Standort des Landesbibliothekszentrums hatte, wird diese Ausstellung mit Zeichnungen des berühmten Landauers (26.09.1840 – 07.12.1902) auch in Zweibrücken gezeigt. Hier war die Abbildung seines „Santa Claus“ im Jahr 2014 bereits Mittelpunkt einer Ausstellung über Weihnachtbräuche.
Die Pfälzische Landesbibliothek besitzt 2.000 Karikaturen Nasts, die inzwischen auch zu einem großen Teil in dem Digitalisierungsportal „dilibri“ nachgewiesen sind.
Thomas Nast war nach seiner Auswanderung in die USA, 1850, bereits ab seinem 15. Lebensjahr Zeichner und Graveur für unterschiedliche politische Zeitungen, seine Karikaturen für Harper’s Weekly machten ihn weltbekannt. – Politische, wirtschaftliche und auch gesellschaftliche Themen überspitzte er in seinen Zeichnungen, mit denen er sich auf die Porträtkarikatur spezialisierte.
Die Speyerer Ausstellung, die in Kooperation mit dem „Thomas-Nast-Verein Landau in der Pfalz e. V.“ entstand, zeigt Karikaturen, die den Bürgerkrieg, die Sklavenbefreiung, aber auch ethnische Diskriminierung thematisieren. Hier, wie auch bei Karikaturen zur Korruption, lassen sich durchaus aktuelle Bezüge herstellen.

Einführender Vortrag: Hubert Lehmann (Vorsitzender des „Thomas-Nast-Vereins Landau“)


Ausstellungsort:
Landesbibliothekszentrum / Bibliotheca Bipontina
Bleicherstr. 3                          
66482 Zweibrücken

Ausstellungsdauer:
22.02.2018 - 20.04.2018
Bitte beachten: vom 26.03.-06.04.2018 bleibt die Bibliotheca Bipontina geschlossen.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 – 13 Uhr
Montag, Mittwoch, Freitag 14 – 17 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos

Rahmenprogramm:
22.02.2018 Festvortrag: Hubert Lehmann, Vorsitzender des „Thomas-Nast-Vereins Landau“
Termine für Führungen werden in der Presse angekündigt.


12. April 2018: „Rätsel um eine Zweibrücker Handschrift“ Vortrag von Fabian Lemmes

Aus der Veranstaltungsreihe: Ergebnisse aus dem LBZ / Bibliotheca Bipontina, einer Forschungsbibliothek:

Fabian Lemmes: „Rätsel um eine Zweibrücker Handschrift“ - Geschichte, Stammbaum und Edition einer Handschrift aus dem historischen Zweibrücker Buchbestand.

Ein Text, welcher im »Fragment eines lateinisch-deutschen Wörterbuchs« eingebunden ist, eine »Predigt«, welche ein gewisser Johannes im Jahre 1468 eigenhändig geschrieben haben soll – mit diesen mehr oder weniger unspektakulären Informationen ordnet LARS G. SVENSSON die rätselhafte Partie einer »theologischen Sammelhandschrift« im Handschriftenkatalog des Landesbibliothekszentrums / Bibliotheca Bipontina ein.
 
Rätselhaft allerdings wird dieser Text, wenn ein Philologe ihn genauer betrachtet: Fabian Lemmes, Studienabsolvent an der Universität des Saarlandes, hat in seiner Abschlussarbeit eine völlige Neubewertung der Textpartie vornehmen können – was er herausgefunden hat, hat gewissermaßen erst das Rätsel um die Zweibrücker Handschrift geschürt.
In einem einführenden Vortrag stellt der angehende Philologe seine Arbeit vor und gibt spannende Einblicke in die Welt der digitalen Editionsphilologie einerseits und andererseits in das Rätsel, welches in der von ihm bearbeiteten Zweibrücker Handschrift auf seine Lösung wartet.
Obwohl eine Identifizierung des lateinischen Textes - dessen Geschichte an und für sich schon verworren zu sein scheint - sowie ein Vergleich mit anderen Handschriften und Drucken, in denen er überliefert ist, bereits von Fabian Lemmes erarbeitet wurden, steht so manche Erkenntnis noch aus.
Der Referent berichtet aus einem fortdauernden Projekt, das am Institut für Klassische Philologie in Saarbrücken und in enger Kooperation mit der Bibliotheca Bipontina durch seine Forschungen zunehmend Gestalt annimmt.

Ort:
Landesbibliothekszentrum / Bibliotheca Bipontina
Bleicherstr. 3                          
66482 Zweibrücken

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 – 13 Uhr
Montag, Mittwoch, Freitag 14 – 17 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos

3. Mai 2018: Ausstellungseröffnung "Schüler schaffen Bücher“

"Schüler schaffen Bücher“ – Ergebnisse eines Projekts der Kunst AG des Hofenfels-Gymnasiums unter Leitung von Iris Seyler.


Vom 3. Mai bis zum 20. August stellt die Kunst AG des Hofenfels Gymnasiums Zweibrücken, unter Leitung von Frau Iris Seyler, im LBZ / Bibliotheca Bipontina Künstlerbücher aus.
Die handgearbeiteten Unikate, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden, haben sechs Schülerinnen teilweise mit ausgefallenen Materialien und Techniken im Laufe eines Jahres in ihren wöchentlichen Treffen und einigen Sonderveranstaltungen an Wochenenden hergestellt.
Für die Objekte wurde eine große Bandbreite von Werkstoffen verarbeitet. So kam, neben industriell produzierten Pappen und Papiersorten, auch selbstgeschöpftes Papier zum Einsatz, das von der Gruppe im Zeitungsmuseum in Wadgassen im Rahmen eines Workshops hergestellt wurde.
Die verwendeten Präge- und Materialdrucke, Zeichnungen, Phototransfers, Radierungen und Collagen werden von Texten begleitet, welche die Kunst AG unter anderem im Erlebnis-Druckmuseum Zweibrücken im traditionellen Bleisatzverfahren anfertigte.
Vielfach weichen die entstandenen Buchobjekte von der Machart des herkömmlichen Buches ab, denn diese Kunstwerke wurden durch Kleben, Tackern und Schrauben zusammengefügt. So entstanden  unter anderem buchähnliche Objekte, die nicht im herkömmlichen Sinne geblättert werden können, sondern vom Ausstellungsbesuchenden in anderer Weise in Augenschein genommen werden müssen, um deren wahre Natur zu erfassen.

Ausstellungsort:
Landesbibliothekszentrum / Bibliotheca Bipontina
Bleicherstr. 3                          
66482 Zweibrücken

Ausstellungsdauer:
3.05.2018 - 20.08.2018

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 8 – 13 Uhr
Montag, Mittwoch, Freitag 14 – 17 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos

Veranstaltungsübersicht Pfälzische Landesbibliothek Speyer

20. Februar 2018: "LUTHER IN LAACH" Ausstellung der Benediktinerabtei Maria Laach und des Landesbibliothekszentrums

Laufzeit der Ausstellung: 21. Februar - 27. März 2018

Eröffnung der Ausstellung: Dienstag, 20. Februar 2018, 19 Uhr
Einführung in die Ausstellung von Pater Dr. Augustinus Sander OSB im Dialog mit Dr. Annette Gerlach. Mit  Musik der Lutherzeit mit Klaus Theis auf der Laute

Die Ausstellung will den Besucher in einen Dialog mit ausgewählten Schwerpunkten der Theologie Luthers bringen. Sie zeigt den „Reformkatholiken“ Luther im Kontext des theologischen Diskurses der Kirche. Neben der (teilweise ganz überraschenden) katholischen Ursprünglichkeit der Theologie Luthers sind ebenso die divergierenden Wirkungen der Reformation gerade auch im konfessionellen Streit zu betrachten, hin zu den ökumenischen Bemühungen, die nicht zuletzt durch das Reformationsgedenken eine Stärkung erfahren (müssen).
Dazu kann die Ausstellung einen Impuls geben, gerade wenn Luther weder isoliert und oberflächlich noch verklärend betrachtet wird.
Zudem zeigen die Exponate die Bedeutung der Sammlungsgeschichte der Bibliothek der Benediktinerabtei. Das Leitmotiv der Ausstellung ist auch das Prinzip jeder Bibliothek: „Dialog“ - zwischen Büchern und Lesern, aber auch innerhalb der Bestände.

6. März 2018: Vortrag "Liselotte von der Pfalz und ihr homosexueller Gatte - Ehe und Familie, Körper und Staat im Barock“

Liselotte von der Pfalz und ihr homosexueller Gatte - Ehe und Familie, Körper und Staat im Barock

Dienstag, 6. März 2018, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Christian Könne

Liselotte von der Pfalz war mit Philippe I. de Bourbon, Herzog von Orléans, dem jüngeren Bruder des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV., verheiratet. Über das Leben mit ihrem Mann, der mit Liselotte ebenso selbstverständlich drei Kinder zeugte, wie er Verhältnisse zu seinen Favoriten unterhielt, berichtet Liselotte an verschiedenen Stellen in ihren Briefen.

Der Vortrag geht einmal der Frage nach, wie Liselotte das Leben mit ihrem Mann darstellt. Der Vortrag untersucht aber auch, was die späteren Editoren der Liselotte-Briefe speziell aus diesem Aspekt der Liselotte-Briefe machten.

Als Besonderheit werden am 6. März 2018 einige Originalbriefe von Liselotte von der Pfalz aus dem Bestand des Landesbibliothekszentrums / Pfälzische Landesbibliothek zur Ansicht in Vitrinen ausliegen.

Dr. Christian Könne ist Lehrer und Fachvorsitzender für Geschichte an einem Gymnasium in Kaiserslautern. Er führt Lehrerfortbildungen am ILF Mainz (Institut für Lehrerfort- und -Weiterbildung), am Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz Speyer und Bad Kreuznach, an der heutigen Gedenkstätte Berliner Mauer sowie am Deutschen Historischen Museum durch.
Er wurde 2006 an der Universität Mannheim mit einer Arbeit über Die Entwicklung des DDR-Hörfunks in den 1960er Jahren promoviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören: Geschichte der Medien der DDR, Geschichte des Geschichts- und Politikunterrichts, Schulbuch- und Bildungsmedienforschung, Geschichte der Prostitution, Geschichte der Amerikaner in Rheinland-Pfalz seit 1945.

25. April 2018: Ausstellungseröffnung „Darüber lacht die Republik - Friedrich Ebert und 'seine' Reichskanzler in der Karikatur“

Eine Wanderausstellung der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg.
Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung gezeigt.

Laufzeit der Ausstellung: 25. April - 8. September 2018

Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, 25. April 2018, 19 Uhr

Einführung: Dr. Michael Braun, Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte.
Der Eintritt ist frei.

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erlebte die Karikatur einen regelrechten Boom: Es gab knapp 80 humoristisch-satirische Zeitschriften, die Karikaturen veröffentlichten. Dabei standen Reichspräsident Friedrich Ebert und die jeweils amtierenden Reichskanzler als die herausragenden Repräsentanten der jungen Weimarer Republik im Fokus der satirischen Kritik.

In der Ausstellung „Darüber lacht die Republik – Friedrich Ebert und ‚seine‘ Reichskanzler in der Karikatur“ wird eine Auswahl von rund 70 Zeichnungen präsentiert, die Ebert und jene Kanzler ins Visier nehmen, die er zu seinen Lebzeiten ernannt hat. Dies waren die SPD-Politiker Philipp Scheidemann, Gustav Bauer und Hermann Müller, von der Zentrumspartei Constantin Fehrenbach, Joseph Wirth und Wilhelm Marx, der DVP-Vorsitzende Gustav Stresemann sowie die parteilosen Wilhelm Cuno und Hans Luther. Zwei dieser Kanzler, Hermann Müller und Wilhelm Marx, gelangten nach dem Tod Eberts im Februar 1925 erneut ins Amt. Karikaturen aus diesen zweiten Amtszeiten finden ebenfalls Eingang in die Ausstellung, da die Kanzler im ursprünglichen Sinn zu Eberts Reichskanzlern zu zählen sind.

Die Auswahl der Karikaturen erfolgte zum einen nach optischen und künstlerischen Gesichtspunkten; zum anderen sollten die Karikaturen auch heute noch ohne komplizierte Erläuterungen verständlich sein. Auch wenn die Zeichnungen zum großen Teil auf das politische Tagesgeschehen Bezug nehmen und es widerspiegeln, so lassen sie sich zumeist auch ohne Hintergrundwissen intuitiv verstehen. Manche wirken noch heute erstaunlich aktuell. Dies spricht für die außergewöhnliche Qualität der Karikaturisten und ihrer Werke, die die Betrachter auch ohne Vorkenntnisse genießen können.

Die Ausstellung gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, die von den Karikaturisten besonders häufig aufgegriffen wurden. Dabei reicht die Spannweite von harmlos-lustigen Zeichnungen bis zu zutiefst verleumderischen Darstellungen. In drastischen Bildern belegen sie den Hass der politischen Gegner auf das sozialdemokratische Staatsoberhaupt und die demokratische Elite der Weimarer Republik. Sie greifen nicht nur Reichspräsident und Reichskanzler an, sondern auch das demokratische System, das diese verkörpern. Die ausgestellten Karikaturen spiegeln somit die gesellschaftlichen Gegensätze der Weimarer Republik wider. Sie werfen ein Schlaglicht auf die politische Kultur einer Epoche, in der Unsicherheit, Krisen und politische Feindschaft zur Tagesordnung gehören und das Klima prägen.

Zahlreiche Zeichnungen sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Fantasievolle Installationen ergänzen die Bildexponate und machen die Präsentation, die sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt, besonders anschaulich.  

Veranstaltungsübersicht Rheinische Landesbibliothek Koblenz

22. Februar 2018: Vortrag: "Einführung in die Familienforschung" von Markus Weidenbach

Einführung in die Familienforschung

Donnerstag, 22. Februar 2018, 19 Uhr
Vortrag von Markus Weidenbach 

Genealogen bzw. Familienforscher befassen sich mit menschlichen Verwandtschaftsbeziehungen und ihrer Darstellung. Das Interesse an der Genealogie erwacht häufig an der eigenen Familie und beginnt mit Fragen an Eltern, Großeltern und Verwandte nach familiären Zusammenhängen und der Herkunft der Vorfahren. Familienbücher und Familienfotos liefern weitere Informationen. In einigen Regionen gibt es seit Jahrzehnten die Tradition der Sterbebildchen oder Totenzettel, die sich für die Familienforschung eignen, da sie oft neben einem Foto des Verstorbenen auch Geburts- und Sterbedaten sowie weitere Informationen enthalten.

Die Forschung an älteren Quellen wie den Kirchen- oder Gerichtsbüchern erfordert die Fähigkeit des Lesens alter Schriften und in katholischen Gebieten zumeist auch Lateinkenntnisse; Veränderlichkeit der Familiennamen und ein ausgedehnter Heiratskreis der zu erforschenden Personen sind ebenso zu berücksichtigen.

In seiner Einführung gibt Markus Weidenbach - bekannt aus der WDR-Reihe „Vorfahren gesucht“ - einen Einblick in die spannende Welt der Familienforschung.

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V.

 

22. März 2018: Ausstellungseröffnung „Das Beispiel nützt allein. Raiffeisen, seine Genossenschaften und ihre Ausstrahlung in die Welt“

Ausstellungseröffnung „ Das Beispiel nützt allein. Raiffeisen, seine Genossenschaften und ihre Ausstrahlung in die Welt“ 

Eröffnung: Donnerstag 22. März 2018, 19 Uhr 
Laufzeit der Ausstellung: 22. März bis 15. September 2018

Schwerpunkte der bebilderten Ausstellung sind Friedrich Wilhelm Raiffeisens Werdegang, sein Wirken in Weyerbusch, Flammersfeld, Heddesdorf und die Umsetzung seiner Genossenschaftsidee. Daneben stehen die Entwicklung der Genossenschaften nach seinem Tod und deren Verbreitung in aller Welt im Fokus. Erweitert wird diese Wanderausstellung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e. V. um Exponate aus dem eigenen Bestand des Landesbibliothekszentrums und Leihgaben anderer Institutionen. So wird z. B. ein Brief mit eigenhändiger Unterschrift von Friedrich Wilhelm Raiffeisen aus dem Jahr 1880 an einen Pfarrer, der in seiner Gemeinde einen „Darlehenskassen-Verein“ gegründet hatte, im Original zu sehen sein, ebenso seine Schrift „Die Darlehenskassen-Vereine als Mittel zur Abhilfe der Noth der ländlichen Bevölkerung“ in der Erstausgabe von 1866.

Die Ausstellung wird am 22. März mit einer szenischen Lesung aus Briefen von Wilhelm Raiffeisen eröffnet, für die Sonja Hauertmann in die Rolle der Amalie Raiffeisen schlüpft, der Tochter Raiffeisens, die nach dem Tod der Mutter zur wesentlichen Stütze des stark sehbehinderten Vaters wurde.

Ausstellungsflyer zum Raiffeisen-Jahr

 

19. April 2018: Buchpräsentation „Zärtlich umarmend Deine Elisabeth“ – „Stets Dein treuer Carl“: der Briefwechsel Elisabeths zu Wied (Carmen Sylva) mit ihrem Gemahl Carol I. von Rumänien

„Zärtlich umarmend Deine Elisabeth“ – „Stets Dein treuer Carl“: der Briefwechsel Elisabeths zu Wied (Carmen Sylva) mit ihrem Gemahl Carol I. von Rumänien

Donnerstag, 19. April 2018, 19 Uhr
Buchpräsentation von Dr. Silvia Irina Zimmermann

Die im Rumänischen Nationalarchiv erhaltenen Briefe des Königspaares Carol I. und Elisabeth erfassen die Jahre von 1869 bis 1913. Der Briefwechsel gibt somit Einblick in das Eheleben des Königspaares und umfasst die gesamt Zeit ihres gemeinsamen Lebens als Partner auf dem rumänischen Thron. Besonders relevant für Historiker ist der Briefwechsel zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs Rumäniens (russisch-türkischer Krieg 1877-1878), der in der vorgestellten Edition erstmals ungekürzt veröffentlicht wird. Für die Frauengeschichte und die Geschichte adeliger Frauen in Europa sind die Briefe Elisabeths besonders aufschlussreich, da sie die Gefühlswelt und die Lebensweise einer deutschstämmigen Fürstin in einem Land aus dem Südosten Europas zeigen.

17. Mai 2018: Vortrag "Krieg über Gräbern. Die Friedhofsfrage im Kulturkampf im Raum Koblenz"

"Krieg über Gräbern. Die Friedhofsfrage im Kulturkampf im Raum Koblenz" 

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Schmid

Im Kulturkampf war neben den Mischehen, den Schulen, den Krankenhäusern sowie den Prozessionen und Wallfahrten die Friedhofsfrage ein zentrales Schlachtfeld. Während für die katholische Kirche ein Friedhof ein geheiligter Ort war, der durch das Begraben von Ketzerleichen entweiht wurde, war er für die Preußen eher ein Platz, an dem gesundheitspolizeiliche Vorschriften umgesetzt wurden. Da die Rechtslage (Allgemeines Landrecht, Code Civil) kompliziert und widersprüchlich war und sich einige Friedhöfe im Besitz der Kirchengemeinde, andere aber in dem der politischen Gemeinde befanden, haben wir in den Regierungsbezirken Trier und Koblenz eine Vielzahl von Konflikten, die in der Zeit zwischen 1900 und 1910 eskalieren (Simmerner Friedhofsstreit). 

Der Koblenzer Hauptfriedhof ist nicht nur eine großartige Sammlung von Dokumenten zur Stadtgeschichte, sondern auch ein Ort der Trauer und Einkehr. Das war vor 100 Jahren anders: Die Friedhofsfrage war im Kulturkampf ein zentrales Schlachtfeld in den Konflikten zwischen Katholiken und Protestanten. Für die einen war er ein heiliger Ort, ein geweihter Platz, an dem die Verstorbenen auf ihre Auferstehung warten. Die Protestanten bestanden dagegen auf einem Begräbnis in der Reihe, um zu demonstrieren, dass sie gleichberechtigte Mitbürger waren. Während der Koblenzer Hauptfriedhof eine kommunale Einrichtung war und sich Konflikte in Grenzen hielten, gab es in den überwiegend katholischen Dörfern des Regierungsbezirks zahlreiche Auseinandersetzungen. Sie weisen erstaunliche Parallelen zu aktuellen Diskussionen über den Umgang mit Zuwanderern mit einer anderen Konfession auf.

7. Juni 2018: Buchvorstellung „Hanns Maria Lux und die Nazis“

„Hanns Maria Lux und die Nazis“

Donnerstag, 7. Juni 2018, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Walter Karbach

Hanns Maria Lux (1900-1967) ist wegen seiner NS-Vergangenheit umstritten. Als "Dichter des Saarlieds" vom "Führer" geehrt, versteht er sich selbst lebenslang als geistiger Führer seiner Schüler und der deutschen Jugend. Er war als Mitglied des NS-Lehrerbundes und der NSDAP sowie als Landesweiter des Gaues Moselland tief in das NS-System verstrickt. Obwohl Träger zweier NS-Literaturpreise, wurden ihm in den 1960er Jahren eine Ehrenbürgerschaft und das Bundesverdienstkreuz verliehen. Mit dem Buch von Dr. Walter Karbach wird erstmals seine Lebensgeschichte im historischen Kontext dargestellt und sein politisches und literarisches Schaffen einer kritischen Analyse unterzogen. 

Kontakt kulturelle Veranstaltungen

LBZ / Bibliotheca Bipontina
Dr. Sigrid Hubert-Reichling
Telefon: 06332 16403
E-Mail: hubert-reichling(at)lbz-rlp.de 

LBZ / Pfälzische Landesbibliothek
Ute Bahrs
Telefon: 06232 9006-244
E-Mail: bahrs(at)lbz-rlp.de

LBZ / Rheinische Landesbibliothek
Dr. Barbara Koelges
Telefon: 0261 91500-474
E-Mail: koelges(at)lbz-rlp.de

Führungen und Schulungen

Die Bibliotheken des Landesbibliothekszentrums bieten auch individuelle Führungen und Schulungen für Schulklassen und andere Gruppen an. Interessiert? Weitere Informationen finden Sie unter Schulungen und Lernangebote.

Programm 1. Halbjahr 2018

Veranstaltungen (pdf-Datei) in der Pfälzischen Landesbibliothek

Veranstaltungen (pdf-Datei) in der Rheinischen Landesbibliothek

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