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Luther in Laach

„Luther in Laach“ –  das Thema unserer Ausstellung irritiert. Wann war denn Luther in Laach? Und warum gibt es bislang keine Erinnerungstafel an dieses Ereignis? Die Antwort ist einfach: Luther war nicht in Laach – er ist es immer noch. Wer „Luther in Laach“ kennenlernen möchte, wird ihm in der Bibliothek begegnen. In ihr ist er in seinen Werken weiterhin zugegen.

Die Ausstellung will den Besucher in einen Dialog mit Luther und ausgewählten Schwerpunkten seiner Theologie bringen. Sie präsentiert aber nicht nur das, was Luther sagt. Sie veranschaulicht auch, woher Luther das hat, was er sagt. Denn Luther steht selbst in einem Dialog: mit der Heiligen Schrift, mit Augustinus und Bernhard von Clairvaux, mit seinen Gegnern – und mit sich selbst.

Unsere Ausstellung zeigt den „Reformkatholiken“ Luther im Kontext des theologischen Diskurses der Kirche. Neben der (teilweise ganz überraschenden) katholischen Ursprünglichkeit der Theologie Luthers lenkt sie aber auch die Aufmerksamkeit auf die durchaus unterschiedlichen Wirkungen der Wittenberger Reformimpulse.

Neben den reformkatholischen Ansatz tritt zunehmend die konfessionelle Sichtweise, bei der sich das zunächst innerrömisch-katholisch verortete Luthertum mehr und mehr zu einer eigenständigen lutherischen Konfessionskirche entwickelt. Verhärtetes Konfessionsbewusstsein kann (auf lutherischer wie katholischer Seite) dabei zu einem Konfessionalismus führen, der nicht mehr dialogfähig ist. Der neuere, bereits 50jährige katholisch-lutherische Dialog versucht demgegenüber, ökumenische Perspektiven zu entdecken.

Die Exponate zeigen die Bedeutung der Sammlungsgeschichte der Bibliothek der Abtei Maria Laach. Das Leitmotiv der Ausstellung ist letztlich das Prinzip jeder Bibliothek: „Dialog“ – zwischen Büchern und Lesern, aber auch innerhalb der Bestände. Dialogisches Verstehen ist darum auch der Beitrag dieser Ausstellung zu einem ökumenisch verantworteten Reformationsgedenken.

Hier finden Sie die Audiodateien

Begleitbroschüre zur Ausstellung (pdf-Datei; 28,2 MB)

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