Martin Luther: „Reformkatholik?!“ Ausstellung erfolgreich in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz in Berlin eröffnet.

Ausstellung der Benediktinerabtei Maria Laach und des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz zur Reformation wurde am 14. Dezember in Berlin eröffnet.

Nach der erfolgreichen Präsentation in Rheinland-Pfalz ist die gemeinsame Ausstellung der Benediktinerabtei Maria Laach und des Landesbibliothekszentrums (LBZ) Rheinland-Pfalz „Luther in Laach“ jetzt auch in Berlin zu sehen. Zur Eröffnung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz waren zahlreiche Ehrengäste und viele Besucher gekommen.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretene Leiterin der Landesvertretung, Monika Fuhr, gab es Grußworte vom evangelischen Landesbischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge, vom katholischen Erzbischof Dr. Heiner Koch, vom Abtpräses der Beuroner Benediktinerkongregation, Abt Albert Schmidt OSB und vom Reformationsbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Gerhard Robbers.

Der Kurator der Ausstellung, Pater Dr. Augustinus Sander OSB, (Maria Laach) und die Leiterin des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz, Dr. Annette Gerlach, führten inhaltlich in die von beiden Institutionen erarbeitete Ausstellung ein.

„Luther in Laach“ will anhand wertvoller historischer Bücher und Exponate aus der Bibliothek der Benediktinerabtei Maria Laach die Ursprungs- und Wirkungsgeschichte der Wittenberger Reformbewegung veranschaulichen: War Martin Luther ein „Kirchenspalter“ oder ein „Kirchengründer“? Die ausgestellten Exponate zeigen ihn als „Reformkatholiken“, der innerhalb der katholischen Kirche wirken wollte. Luther kam aus dem theologischen Diskurs seiner Zeit und kannte die Kirchenväter, von denen er zentrale Impulse übernahm (z.B. die Gnadentheologie von Augustinus oder die Kreuzestheologie von Bernhard von Clairvaux) und stand in der kirchlichen Diskussion nie abseits oder außerhalb der Kirche. Zudem war er zwanzig Jahre ein Ordensmann gewesen – ein Einfluss der zeitlebens prägend blieb. Grundmotiv der Ausstellung ist der „Dialog“ den Luther mit der Bibel und den Kirchenvätern führte, der in der Nachwirkung dann aber auch den streitbaren konfessionellen Diskurs oder das verweigerte Miteinander zeigt. Die Ausstellung endet mit dem Werk „Vom Konflikt zur Gemeinschaft“ und so mit dem bedeutsamen ökumenischen Dialog.

Thema der Veranstaltung: Ausstellung „Luther in Laach“
Termin: Die Ausstellung ist in der Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz (In den Ministergärten 6, Berlin) seit dem 15. Dezember 2017 bis zum 8. Januar 2018 täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.