„Flüchtige Poesie“ - Lesung von Gedichten aus dem „Poetry Project Berlin“

„Beginn des Lebens“, „Hoffnungslos“, „Liebe“ und „Einzige Sohn“ sind nur vier Titel von Gedichten, die Lee Horre und Timo Holzem am Donnerstag (13. September) im Koblenzer Landesbibliothekszentrum (LBZ) vorgelesen haben.

Koblenz. Im Rahmen der Veranstaltung „Flüchtige Poesie“ präsentierten die beiden Schüler der Schauspielschule Koblenz Gedichte, die beim „Poetry Project Berlin“ von geflüchteten jungen Menschen verfasst worden sind. Die Texte handeln von Erlebnissen und Gefühlen vor, während und nach der Flucht.
65 Menschen an Bord des Bootes, das Kentern kurz vor der Küste Griechenlands, die Kälte des Wassers, das Untergehen von Kindern und der darauffolgende Aufenthalt im Krankenhaus sind nur wenige emotionale Einblicke, die Besucherinnen und Besucher während der Veranstaltung fesselten.
Gekonnt untermalte Schauspielschüler Sven Berkau die Poesie mit gecoverten Titeln wie „summertime“, „cry me a river“, „fly me to the moon“.
Zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung waren die Besucher eingeladen, die Ausstellung des syrischen Künstlers Shadi Nseir zu betrachten. Eine Auswahl seiner Werke zeigte Menschen im Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft. Sie wollen den Schmerz ablegen und suchen nach einer neuen Lebensader, um Zukunft aufzubauen.

„Flüchtige Poesie“ war eine gemeinsame Veranstaltung des LBZ, der Schauspielschule Koblenz und des Diakonischen Werkes im Evangelischen Kirchenkreis Koblenz.

Pressemitteilung: Jennifer Althausen.
Redaktion: Katrin Püschel.
Foto. Barbara Koelges.