Schulbibliothekstag Rheinland-Pfalz 2019 in Koblenz: Leseförderung analog und digital im Mittelpunkt 

Koblenz/Rheinland-Pfalz. Kreative Konzepte für die Bibliothek und den Unterricht: Beim 4. Schulbibliothekstag Rheinland-Pfalz 2019 auf dem Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau mit mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stand besonders die Leseförderung im Mittelpunkt: Analog und digital. Landesbibliothekszentrum als Mitveranstalter mit großer Ausstellung dabei.  

Veranstalter waren die Kommission Zentrale Schulbibliothek und das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ). Zur Begrüßung der Gäste war Staatssekretär Dr. Denis Alt aus dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur aus Mainz gekommen.
Bei dieser größten Fachtagung für Schulbibliotheken in Rheinland-Pfalz wurde Lehrkräften und Mitarbeiter/innen in Bibliotheken in zahlreichen Fachvorträgen ein breites Themenspektrum angeboten.  

„Lesen ist der Schlüssel, um sich in der Welt zurechtzufinden“, sagte Staatssekretär Alt zu Beginn seines Grußworts. „Besonders gilt dies für Schulbibliotheken, die mit ihrem spezifischen Literaturangebot Kinder und Jugendliche ansprechen. Sie sind gerade für junge Menschen ein wichtiger Ort, um an die Welt der Bücher und Texte herangeführt zu werden. Bücher fördern die Persönlichkeitsentwicklung und Lesen öffnet den Blick; es erweitert den Horizont“. 
Den einführenden Impuls setzte Karin Vach, Professorin an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg mit ihrem Vortrag „Kulturelle Vielfalt mit Geschichten erfahren – Potentiale aktueller Kinder- und Jugendliteratur“.  

Die Vortragsangebote vor- und nachmittags thematisierten neben kreativen Methoden zur Leseförderung – analog mit aktuellen Büchern und digital mit Apps - auch die Vermittlung von Informations- und Recherchekompetenz. Dazu kamen praktische Tipps für eine attraktive Schulbibliothek. Gleichzeitig diente die Fachtagung auch zum wichtigen Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ergänzend präsentierten Bibliotheksausstatter ihre Produkte und Dienstleistungen.   

Das LBZ informierte mit einer großen Ausstellung über seine vielfältigen Unterstützungsangebote für Schulen, Schulbibliotheken und Leseecken. Neue Angebote mit medienpädagogischen Konzepten zur digitalen Leseförderung standen darüber hinaus im Mittelpunkt von Kurzvorträgen. Dabei wurde deutlich, dass es für eine effektive Vermittlung von Lesekompetenz wichtig ist, den Wandel im Leseverhalten von Schülerinnen und Schülern aufzugreifen und die Chancen zu nutzen, die die neuen Medien bieten.  

Schulbibliotheken erfüllen nicht nur für das Lesen eine wichtige pädagogische Funktion, sondern sind auch für ein selbstständiges Lernen und die Umsetzung moderner Unterrichtskonzepte unverzichtbar. Neben aktuellen Büchern und Medien brauchen die Schülerinnen und Schüler Gruppenarbeitsräume, Internet-Arbeitsplätze und auch Rückzugsräume. Dadurch gewinnen Schulbibliotheken als Lernzentren und als Orte für selbstbestimmtes individuelles Lernen zunehmend an Bedeutung. 

Über die große Resonanz zeigten sich die Veranstalter, die Kommission Zentrale Schulbibliothek und das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, sehr zufrieden. 

Information und Kontakt: 
Gudrun Colling 
LBZ / Landesbüchereistelle Koblenz 
Telefon: 0261 91500 309 
E-Mail: colling(at)lbz-rlp.de

Günter Pflaum 
LBZ / Landesbüchereistelle Neustadt 
Telefon: 06321 3915 – 25 
E-Mail: pflaum(at)lbz-rlp.de