23. Januar 2020: Vortrag von Kunsthistoriker Udo Liessem im LBZ in Koblenz

Koblenz. Krönungsort und Zankapfel: Der Königsstuhl bei Rhens und sein Wiederaufbau  Hier wurden bedeutende Herrscher gekürt – der Königsstuhl bei Rhens steht wie kaum ein anderer Ort als erstrangiges Denkmal für die deutsche Geschichte des Spätmittelalters.

Der Wiederaufbau des Monuments 1842 – 1844 steht im Mittelpunkt eines Vortrags des Koblenzer Kunsthistorikers und Burgenspezialisten Udo Liessem am Donnerstag, 23. Januar 2020 um 19 Uhr im Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek in Koblenz.
             
Nachdem die Franzosen während der Feldzüge der Revolutionskriege den originalen Königsstuhl bei Rhens 1802 abgerissen hatten, dauerte es vier Jahrzehnte bis zu seinem veränderten Wiederaufbau. Erst 1842 bis 1844 wurde er durch den Baumeister Johann Claudius von Lassaulx wieder errichtet. Zuvor hatten sich viele bedeutende Persönlichkeiten der Zeit für das Projekt stark gemacht – darunter auch der preußische König Friedrich Wilhelm IV.  

Geplant war kein sklavischer Wiederaufbau wie heute beim Berliner Schloss, sondern eine architektonische Neuinterpretation als Nationaldenkmal. Dies scheiterte leider, nicht zuletzt am Verhalten der Bevölkerung. In seinem Vortrag legt Udo Liessem einen Schwerpunkt auf die Planungen zur Neukonzeption des Denkmals und ihr Scheitern. 

Thema der Veranstaltung: Vortrag von Udo Liessem: „Der Königsstuhl bei Rhens und sein Wiederaufbau 1842 – 1844“ 
Termin: Donnerstag, 23. Januar 2020, 19 Uhr 
Ort: Landesbibliothekszentrum / Rheinische Landesbibliothek, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz 

Der Eintritt ist frei